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Drei-Brücken- Lauf am Sonntag, 7. Juli, steht nichts im Wege

Der Drei-Brücken-Lauf geht auch über die bis dahin fertige Saline-Insel. Die Organisatoren schauen sich den Verlauf an.

Der Drei-Brücken-Lauf geht auch über die bis dahin fertige Saline-Insel. Die Organisatoren schauen sich den Verlauf an.

Der Termin bis zur Freigabe für den Verkehr verzögert sich auf Ende Juli, dem Drei-Brücken- Lauf am Sonntag, 7. Juli, steht dennoch nichts im Wege. Die Vorbereitungen für den Tag laufen auf Hochtouren. Die Stadt als Veranstalter hat sich mehrere Unterstützer ins Boot geholt.

„Das Interesse ist groß. Die Läuferszene steht in den Startlöchern“, signalisierte Martin Hennig. Der Vorsitzende des Elbufer Fördervereins rechnet mit 500 bis 600 Startern. Er rührt auch schon kräftig die Werbetrommel. Schließlich kümmert sich der Verein um die Finanzierung. Hennig, selbst auch Freizeitläufer, rechnet mit rund 12.000 Euro. Eine Summe, die die Stadt niemals stemmen könnte. Deshalb ist Dezernent Joachim Schulke auch froh, den Förderverein für die nicht einfache Aufgabe gewonnen zu haben, Spenden und Sponsorengelder zu akquirieren. Der Kreissportbund stellt Personal und hat den Drei-Brücken-Lauf zudem in den SOLVAY-Cup integriert.

Dadurch wird der Schönebecker Lauf auch für ambitionierte Läufer attraktiver. Die Leichtathleten des SSC kümmern sich um Kampfrichter. Neben dem Lauf im Rahmen des SOLVAY-Cups wird es auch einen Volkslauf geben. Start ist am Salzblumenplatz. SOLVAYCup-Starter laufen zwei Runden, Volkslaufstarter eine. Sie ist 6,63 Kilometer lang. Anmeldungen sind im Internet auf www.schoenebeck.de oder unter www.epz-online.de über das  entsprechende Online-Formular möglich. Nachmeldungen sind bis eine Stunde vor dem Start möglich.

Am Nachmittag kann das neue Bauwerk von Fußgängern, Radfahrern und Skatern in Beschlag genommen werden. Zwischen 13:00 und 17:00 Uhr sind Interessierte willkommen. Es gibt einen ökumenischen Gottesdienst und mehrere Stände, die alle einen Bezug zur Brücke haben. Für das leibliche Wohl ist natürlich bestens gesorgt.

Salineinsel: Rundgang beeindruckte Experten

Carl Samuel Leberecht Hermann, dieser Schönebecker Mitentdecker des Elements Cadmium und Namensgeber eines bedeutenden Chemieunternehmens der Stadt hätte sich gefreut:
Die lange im Dornröschenschlaf liegende Salineinsel, wo er sein erstes Unternehmen gründete, wird heuer wachgeküsst und steht mitten in ihrer touristischen Entwicklung zum „etwas anderen“, attraktiven Bürgerpark. Vom Fortschritt der Bauarbeiten des geförderten IBA-Projekts auf der Salineinsel machten sich dieser Tage nicht nur Oberbürgermeister Hans-Jürgen Haase und der Präsident der Architektenkammer Sachsen-Anhalts Prof. Ralf Niebergall vor Ort ein Bild.

Auch Vertreter des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr, der seinerzeit federführenden Saleg, des Landesverwaltungsamtes sowie Stadträte und Dezernenten der Stadtverwaltung hörten den Ausführungen der leitenden Architektinnen Elisabeth Köllmann und Sigrid Schaller während des Rundgangs aufmerksam zu.
Dank der Internationalen Bauausstellung Stadtumbau 2010 in Sachsen-Anhalt, an der Schönebeck im Nachgang als eine von 19 Städten des Landes teilnahm, konnten die Projekte Salinebrücke, Bürgerpark Salineinsel und die Gebäudesicherung des fachwerkgeprägten Salzmagazins ebendort auf den Weg gebracht werden.

Derzeit wird ein Wegesystem mit grünen Säumen und lichten Blickperspektiven angelegt und unterschiedliche Aktionsbereiche wie eine Beachvolleyball-Fläche und eine „Spielfuge“ hergestellt. Ein so genannter Elbbalkon eröffnet Freizeitmöglichkeiten besonders für jüngeres Publikum und eine als Kreis gestaltete Aufenthaltsfläche aus ehemaligen Betonschwellen hat den Kick mit Elbeblick. Die Nähe der Elbe prägt diese historisch so beladene Halbinsel und die Planer werden dem gemeinsam mit der Stadtentwicklung gerecht. Die sich in Umsetzung befindlichen Ideen dienen der Entspannung, der Bewegung im Grünen, der Kommunikation und bieten gleichzeitig eine spannende Kulisse für kulturelle Ereignisse und Aktivitäten.
Dies gilt auch für das alte Salzmagazin. Hier werden derzeit zunächst aufwändige Sicherungsarbeiten durchgeführt, zum Beispiel werden marode Teile des Fachwerks ausgetauscht und neu ausgemauert.  Dabei wird sich stark an dem historischen Vorbild orientiert.

Als letztem baulichen „Zeitzeugen“ der Königlichen Saline ist der Stadt sehr an der Erhaltung dieses Gebäudes gelegen.
Der Bürgerpark soll Mitte nächsten Jahres fertiggestellt werden, dann kann auch die neue Fuß- und Radwegbrücke über den Salinekanal genutzt werden. Die Teilnehmer des Rundgangs zeigten sich beeindruckt und wünschten dem Großvorhaben viel Erfolg. Denkbar ist noch Einiges, so etwa ein alternatives Kunstsymposium, wie es sich etwa Elisabeth Köllmann wünscht.
Aber das ist noch Zukunftsmusik.